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Jahrgang  2003  I   Ausgabe  222


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Schlimmer, Michael ; Hennemann, O.-D.
Simulation der Fügetechnik Kleben – Grundlagenforschung und Anwendungsforschung

der praktiker 55 (2003) [222] 57-62
Berichte

Kurzfassung:
Kleben kann ohne Einschränkungen als die Fügetechnik angesehen werden, die gegenüber anderen Verbindungsarten nicht nur herausragende und zum Teil noch ungeahnte technische Eigenschaften aufweist sondern in einen eben solchen Maße auch wirtschaftliche Vorteile bringen kann, und dies sowohl in großen als auch in kleinen Unternehmen. Die Vielfältigkeit der Fügeteilwerkstoffe und der auf dem Markt angebotenen Klebstoffe einerseits sowie andererseits die hohe Anzahl an Einflussfaktoren, denen eine Klebverbindung in ihrem Lebenszyklus ausgesetzt ist, führt auf eine multivariables System, das nur noch mit Hilfe der mathematischen Modellbildung und Simulation in kürzester Zeit zu neuen Produkten führt. Denn für alle geklebten Bauteile, gleichgültig ob in der Großindustrie oder beim Handwerk stellt sich immer die gleiche Frage nach dem Zusammenspiel von Fertigungsprozess und Haltbarkeit der Verbindung unter Betriebsbeanspruchung. Diese komplexen Zusammenhänge sind jedoch bisher nur teilweise bekannt und verstanden. Deshalb ist zur weiteren Verbreitung der Klebtechnik eine interdisziplinäre Forschung notwendig, bei der von der Chemie über die Oberflächenphysik und die Rheologie während der Klebstoffaushärtung bis hin zur Betriebsfestigkeit die neusten Ergebnisse der einzelnen Disziplinen miteinander verknüpft werden müssen. Nur aus einer derartigen Grundlagenforschung, für die hier Möglichkeiten aufgezeigt und geworben werden soll, folgen die Erkenntnisse für eine weitreichende Anwendung des Klebens auch in kleinen und mittleren Unternehmen. Jedoch müssen diese mit der innovativen Fügetechnik zum Teil erst noch vertraut gemacht werden, wozu ein Kompetenznetzwerk zur Klebtechnik aufgebaut werden muss.

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